Für meinen Abschluss zum NLP Master Practitioner musste ich eine Modellingarbeit verfassen. Die Aufgabe bestand darin mir eine Fähigkeit auszusuchen, die ich erlernen möchte. Dabei sucht man sich drei Personen (= Modelle), die diese Fähigkeit besitzen und analysiert und zerlegt ihr Verhalten in kleine Teile, um zu erkennen, wie die Modelle diese Fähigkeit einsetzen. Dadurch können die Strategien der Personen aufgeschlüsselt und für andere erlernbar gemacht werden. Weiters sieht man sich in größerem Rahmen die Persönlichkeitsstrukturen der Modelle an und vergleicht sie mit einer Person, die diese Fähigkeit nicht hat (= Kontrastmodell).
Warum „Motivation beim Sport“?
Weil ich chronische Rückenschmerzen habe, diese bei regelmäßigem Training verschwinden und leider aufgrund meiner Disziplinlosigkeit immer wiederkehren. Bei Sport lautet meine Motivationsrichtung „weg-von“, das bedeutet, ich möchte Schmerz vermeiden und nicht ein bestimmtes Ziel („hin-zu“ Motivation) erreichen. Sobald der Leidensdruck stark genug ist, mache ich meine Übungen regelmäßig und sobald die Schmerzen nachlassen, werde ich nachlässig.
Was habe ich von meinen Modellen gelernt?
- Es braucht eine „hin-zu“ Orientierung hin zu einem Idealbild, wie ich sein möchte bzw. was ich erreichen möchte, nicht wie ich nicht sein will.
- Planung ist alles! Sporteinheiten einplanen und sie dann nicht mehr hinterfragen, insbesondere sich selbst nicht die Frage stellen „habe ich dazu jetzt Lust?“.
- Äußere Motivatoren nutzen (Bild auf Kühlschrank; Medaillen aufhängen; Videos von SportlerInnen ansehen; …).
- Etablierung förderlicher Glaubenssätze zu den für Motivation beim Sport wesentlichen Aspekten: Alter; eigene Einstellung;
Anstrengung/Unangenehmes; Wohlbefinden; Gesundheit; Zeit und Disziplin.
- Innere Motivatoren bewusstmachen (an die positiven Gefühle nach dem Sport denken; das Idealbild visualisieren; …).
- Eine gesunde Beziehung zu seinem inneren Schweinehund aufbauen (Metapher eines meiner Modelle: „Du Schweinehund bist mein Haustier, nicht ich dein Sklave“).
- Disziplin! Zutreffender hätte es mein Modell nicht sagen können: „Ich stelle auch nicht in Frage, ob ich in die Arbeit gehen will oder nicht, wenn ich nicht krank bin, gehe ich in die Arbeit, so ist es beim Sport auch“.
Die wichtigste Erkenntnis meiner Arbeit lautet: Motivation ist ein Prozess, kein stark positives Gefühl, bevor man mit Sport beginnt.
Ich habe mir also ein Ziel gesetzt: MISSION: PRESS-HANDSTAND! Das Idealbild ist visualisiert und das Foto hängt bereits am Kühlschrank. Jetzt heißt es zuerst einmal Muskeln aufbauen.